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Liebe STACK-Community und STACK-Interessierte,

inmitten der vorweihnachtlichen Zeit, in der an den Hochschulen die letzten Lehrtage des Jahres laufen und bevor bald ein wenig Ruhe einkehrt, möchten wir Ihnen die aktuelle Ausgabe unseres STACK-Newsletters präsentieren. Während viele von Ihnen auf ein ereignisreiches Semester zurückblicken, zeigen auch digitale Aufgaben und E-Assessment eine klare Weiterentwicklung.

In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen das neue Moodle & STACK Connect Center im DZdA vor, das eine Brücke zwischen verschiedenen Lernmanagementsystemen und STACK schlägt. Ergänzt wird dies durch internationale Einblicke aus der STACK-Community, technische Neuerungen wie D3.js-Visualisierungen, aktuelle Entwicklungen für STACK in ILIAS sowie Rückblicke auf Veranstaltungen, die das Engagement und die Innovationskraft unserer Community eindrucksvoll widerspiegeln.

Sie möchten selbst einen Beitrag schreiben?
Ob Praxisbericht, Toolvorstellung oder didaktischer Impuls – wir laden Sie herzlich ein, Ihre Erfahrungen mit STACK zu teilen! Beiträge für die nächste Ausgabe nehmen wir gerne bis zum 05. Februar 2026 entgegen. Schreiben Sie uns einfach eine kurze Nachricht mit Thema und Ansprechpartner: stack@oth-aw.de.

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit, einen gelungenen Semesterabschluss, viel Inspiration beim Lesen – und wie immer: viel Freude mit STACK!

Herzliche Grüße
Ihr STACK-Newsletter-Team



Umfrage zu gewünschten Weiterentwicklungen von STACK

Im Oktober hat das Deutsche Zentrum für digitale Aufgaben (DZdA) seine Arbeit aufgenommen (vgl. Beitrag im Newsletter 8). Hier stehen auch Kapazitäten für die Implementierung neuer STACK-Features zur Verfügung, die in enger Abstimmung mit dem Kernentwicklungsteam erfolgen sollen. In einem ersten Schritt möchten wir daher die Feature-Wünsche aus der Community sammeln: Was sollte Ihrer Meinung nach in STACK implementiert werden? Gibt es ein "most wanted"? Bitte teilen Sie es uns hier mit:

<<< Link zur Umfrage >>>

Vielen Dank für die Beteiligung! Über die Auswertung und nächsten Schritte berichten wir im nächsten Newsletter.

Prof. Dr. Mike Altieri, Prof. Dr. Karin Landenfeld, Prof. Dr. Thomas Skill (Leitungsteam des DZdA)


Brücke zwischen den Systemen: Das Moodle & STACK Connect Center im DZdA

Verfasst von Anne von Raven, Universität der Bundeswehr München; E-Mail: anne.vonraven@unibw.de

Ein zentrales Ziel des Deutschen Zentrums für digitale Aufgaben (DZdA) ist es, Lehrenden aller Hochschulen den Zugang zu digitalen Aufgaben der „zweiten Generation“ zu ermöglichen – unabhängig von der technischen Infrastruktur vor Ort. Genau hier setzt das Moodle & STACK Connect Center an: Es schafft die technische Brücke, um hochwertige digitale Aufgaben mit individuellem Feedback, grafischen Interaktionen und Formeleingabe über standardisierte Schnittstellen (LTI) in jedes Learning Management System einzubinden.

Davon profitieren insbesondere Hochschulen, die bisher kein Moodle oder keine eigene STACK-Installation betreiben. Über die Connect-Struktur können Lehrende künftig Aufgaben aus dem zentralen DZdA-Repository direkt in ihre Kurse integrieren – ob in ILIAS, Stud.IP, OPAL oder Canvas. Für Studierende bedeutet das: einheitlicher Zugang zu modernen Übungs- und Prüfungsszenarien, unabhängig vom genauen Learning Management System der Hochschule.

Das Center wird an der Universität der Bundeswehr München aufgebaut. Unter der Leitung von Prof. Dr. Anne von Raven sorgt das Team dafür, dass technische Hürden abgebaut und Supportstrukturen für Lehrende und IT-Personal bereitgestellt werden. Geplant sind außerdem Schulungsmaterialien und Anleitungen in Kooperation mit dem Training Center, sodass die Einbindung digitaler Aufgaben schnell und unkompliziert gelingt.

Mit dem Moodle & STACK Connect Center entsteht ein zentraler Baustein für den flächendeckenden Einsatz fortschrittlicher digitaler Aufgaben – und damit für eine Lehrpraxis, die individuelle Förderung, formative Evaluation und Barrierefreiheit in den Mittelpunkt stellt.

Zur Autorin:

Prof. Dr. Anne von Raven ist Professorin für Angewandte Mathematik an der Universität der Bundeswehr München. Als Studiendekanin der Fakultät für Betriebswirtschaft engagiert sie sich nicht nur für innovative Mathematikdidaktik, sondern auch für die Übertragung in die wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung. Da an der UniBW das Lernmanagementsystem ILIAS im Einsatz ist, kann STACK dort aufgrund hartnäckiger Fehlermeldungen bislang nur im Testsystem betrieben werden – eine Herausforderung, die die Notwendigkeit interoperabler Lösungen deutlich macht. Umso mehr freut sie sich auf die Arbeit des Centers, das sie mit ihrer Erfahrung in der Leitung von IT-Projekten fachlich verantwortet.


STACK in der Lehre: Students as STACK-ers

Written by: Elliott Gander, Clare Wallace und Sam Fearn in Durham; E-Mail: clare.wallace@durham.ac.uk und s.m.fearn@durham.ac.uk

Over the last academic year, we supervised a project in which students learned the technical and pedagogical skills necessary to write good STACK questions. We were delighted to discuss this work in a plenary talk at the recent International Meeting of the STACK Community 2025, held in Durham where we are based. We have written about our experiences in two forthcoming papers, submitted to the conference proceedings and to the journal TEAMAT. In this piece, we pass the microphone to Elliott Gander, one of our students, who presents his experience below.

 

For my final-year mathematics project at Durham University, I focused on STACK and the wider role of e-assessments in education. Having answered STACK questions throughout my degree, I found it fascinating to see the “behind the scenes" of the system, especially how the questions are written and how feedback is designed, as I hadn’t considered those aspects of STACK before. As part of my project, I created my own STACK questions based on material from a final-year module that I was studying at the time. Writing these questions gave me a new appreciation of the time and care that go into creating effective e-assessments.

Alongside the writing of questions, I researched how e-assessments fit into education more broadly, and how they can be balanced alongside traditional written assessments. Drawing on both research and my own experiences, I explored what students value in each assessment format, from the immediate feedback that STACK can provide to the importance of written problem-solving skills in exams.

In April 2025, I had the opportunity to speak about my project at the International Meeting of the STACK Community, held at Durham University. It was an amazing experience to share my work with educators, developers and fellow STACK users from around the world, and to hear how STACK is being applied in so many different educational contexts. As a student, it was particularly rewarding to contribute to the STACK community in this way and to see how my own experiences with STACK connected to the bigger picture of e-assessments in Mathematics.

Overall, this project gave me a much deeper understanding of STACK, not only as a learning tool for students, but also as a useful system for teaching, assessment and feedback.

About the authors:

Elliott Gander is a recent mathematics graduate from Durham University, whose final-year project was about STACK. He was drawn to this project as he had used STACK throughout his university journey, and wanted to see how the system worked and how e-assessments are used in education. 

He is currently a Cultural Representative Cast Member for the United Kingdom at Walt Disney World in Florida, and hopes to go into a finance-related career when he returns to England.

Clare Wallace is an Assistant Professor on the Education track in the Department of Mathematical Sciences at Durham University. As well as using STACK to write questions for her own courses, she is interested in how it can help incoming maths students through their transition from secondary to tertiary education. Her other research interests include peer assessment and particularly how it can be used to support the development of students' mathematical writing skills. She was one of the organisers of the 2025 International Meeting of the STACK Community, held in Durham.

Sam Fearn is an Associate Professor on the Education track in the Department of Mathematical Sciences at Durham University. His primary interests are in supporting active pedagogies via the use of digital learning tools. In particular, he focusses on the use of automated assessment, allowing students to obtain immediate feedback on their work, before putting this feedback into practice via repeated randomised assessment attempts. He is a member of the international STACK Professionals Network, and was an organiser of the International Meeting of the STACK Community 2025, which was held in Durham.


Feature: D3js-Datenvisualisierungen in STACK

Erstellt von Bernhard Gailer, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Aufgabencenter im Projekt DZdA (Deutsches Zentrum für digitale Aufgaben in der Hochschullehre), OTH Amberg-Weiden

Im Laufe der letzten Jahre hat sich viel bei STACK getan: Zahlreiche neue Features kamen in den letzten Releases hinzu, wodurch mittlerweile vielfältige Aufgaben aus dem WiMINT-Bereich und auch darüber hinaus erstellt werden können. Eine Neuerung die bereits etwas zurückliegt, nämlich STACK-JS, ermöglicht das Zusammenspiel von JavaScript-Code mit STACK-Aufgaben. Neben vielen vordefinierten Funktionen zur Interaktion mit Eingaben und dem Fragetext ist es mit STACK-JS auch möglich, externe Programmbibliotheken innerhalb eines Inlineframes (iFrames) in eine STACK-Aufgabe zu inkludieren.

Somit können STACK-Aufgaben mit zusätzlichen Funktionen erweitert werden. Ein Beispiel dafür ist die Einbindung der Bibliothek D3.js. Mithilfe dieser Bibliothek können schöne Visualisierungen verschiedenster Diagrammtypen programmiert werden. Manche Diagramme könnten auch mit JSXGraph erstellt werden, allerdings bietet D3.js eine Vielzahl an Möglichkeiten verschiedenste Diagrammtypen zu erstellen und Daten zu visualisieren. Vor allem für die Datenvisualisierung im Bereich der Statistik bietet D3.js Visualisierungsmöglichkeiten, die über die primär für mathematische Visualisierungen ausgelegte Bibliothek JSXGraph hinausgehen.

Im Folgenden wird zunächst die technische Lösung für die Einbindung externer Programmbibliotheken allgemein und anschließend eine Beispielaufgabe aus dem Fachbereich Statistik gezeigt, welche mithilfe von D3.js mehrere Streudiagramme visualisiert.

Technische Lösung

Um externe Programmbibliotheken einzubinden, muss in einer STACK-Aufgabe zunächst ein iFrame erstellt werden. Dies erfolgt mit dem dafür vorgesehenen iFrame-Block ([[iframe]]...[[/iframe]]). Innerhalb dieses Blocks kann dann mithilfe des Script-Blocks ([[script]]...[[/script]]) JavaScript-Code eingebettet werden. Um darin Programmbibliotheken einzubinden, müssen diese im ESM-Format eingebunden werden. Dazu muss im Script-Block die Option type="module" hinterlegt werden. Der Import erfolgt dann über eben diese ESM-Syntax (import * as ... from ...).

Ein Template für ein Minimalbeispiel mit D3.js sieht demnach wie folgt aus:

[[iframe width="100%" aspect-ratio="1"]]
<svg id="chart" viewBox="0 0 100 100" preserveAspectRatio="xMidYMid meet"></svg>
[[script type="module"]]
import * as d3 from 'https://cdn.jsdelivr.net/npm/d3/+esm';
const data = {#data#}; /*Einbinden von Maxima-Variable aus den Aufgabenvariablen*/
const svg = d3.select(`#chart`);
...
[[/script]]
[[/iframe]]

Bei JSXGraph-Applets passiert im Hintergrund im Prinzip dasselbe, wobei JSXGraph als Bibliothek in den iFrame geladen wird. Dies passiert in STACK automatisch, wenn man ein Applet mit dem JSXGraph-Block in eine Aufgabe einbaut.

Anwendungsbeispiel

Mithilfe von D3.js konnten für einen Statistik-Kurs an der OTH Amberg-Weiden zahlreiche Datenvisualisierungen als Teil von STACK-Aufgaben erstellt werden. Dabei wurden zuvor statische Plots nun mit Randomisierung als D3.js-Visualisierungen eingebunden. Beispielsweise können nun randomisiert Streudiagramme in einer Aufgabe zum Korrelationskoeffizienten generiert werden, wodurch sich die Diagramme in jedem Versuch der Aufgabe geringfügig ändern.

Neben diesem Beispiel wurden für den Kurs auch Aufgaben mit Histogrammen oder der Lorenz-Kurve erstellt.

Fazit und Ausblick

Durch die Möglichkeit zum Einbinden externer JavaScript-Bibliotheken mit STACK-JS können STACK-Aufgaben unter anderem um vielfältige Datenvisualisierungen angereichert werden. Hierbei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt – sämtliche Bibliotheken, welche über ein CDN angeboten werden und als ESM-Import verfügbar sind, können in STACK genutzt werden.

Ein kleiner Nachteil der Einbindung ist allerdings, dass diese STACK-Aufgaben offline nicht funktionieren. Dies erfordert in der Praxis immer eine Abwägung bezüglich der Modalitäten des geplanten Einsatzes der jeweiligen Aufgaben.

Insgesamt eröffnet die Einbindung von D3.js zahlreiche neue Visualisierungsmöglichkeiten in STACK, wodurch in vielen Fällen als Bilddateien eingebundene Grafiken ersetzt werden können. Besonders im Bereich der statistischen Datenvisualisierungen können Diagrammtypen erstellt werden, welche mit JSXGraph nicht möglich sind.

Weitere Infos zu STACK-JS finden Sie in den STACK Docs unter https://docs.stack-assessment.org/en/Specialist_tools/STACK-JS/

Bei Fragen und Anregungen zum Einsatz von externen Programmbibliotheken wie beispielsweise D3.js können Sie mich gerne unter der Mail b.gailer@oth-aw.de kontaktieren.

Zum Autor:

Bernhard Gailer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter für digitale Aufgaben an der OTH Amberg-Weiden. Er kam 2019 während seines BWL-Studiums das erste Mal als wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt othmind mit STACK in Kontakt. Dort unterstützte er das Team bei der Erstellung von digitalen Mathematikaufgaben in Moodle und beschäftigte sich mit dem Einsatz von JSXGraph in STACK-Aufgaben.

Nach dem erfolgreichen Masterabschluss an der OTH Amberg-Weiden arbeitet er seit Anfang 2022 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt IdeaL an der Hochschule und inzwischen im DZdA (Deutsches Zentrum für digitale Aufgaben). Dort ist er für die Entwicklung von STACK-Aufgaben für interaktive Mathematik-Lernbausteine in Moodle zuständig. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Integration von JSXGraph und STACK und der Erstellung interaktiver JSXGraph-Applets in STACK.


STACK für ILIAS

Liebe Community, 

SURLABS, die Maintainer von STACK für ILIAS, freuen sich sehr, Ihnen heute spannende Entwicklungen rund um STACK für ILIAS zu präsentieren! 

Was ist zuletzt passiert?

Die neue Version 10.0.3 wurde offiziell fertiggestellt, intern erfolgreich getestet und steht ab sofort auf Github für Sie bereit.

Diese Version bringt zahlreiche neue Funktionen, Verbesserungen und Bugfixes mit sich, die die Nutzung von STACK in ILIAS noch leistungsfähiger und komfortabler machen. Die Entwicklungsarbeiten wurden von SURLABS realisiert und konnten dank der FH Münster sowie der Universität Bern durchgeführt werden. 

Wichtige Neuigkeiten der letzten Monate:

  • Taxonomien
    Dank der FH Münster können Sie nun Aufgaben systematisch mit Taxonomien versehen und gezielter auswerten.
  • Neugestaltung der Benutzeroberfläche für die Bewertung (Scoring UI)
    Wir haben das Bewertungssystem überarbeitet. Die neue Scoring UI ist intuitiver, übersichtlicher und verbessert den Korrekturprozess erheblich.
  • Neue Aufgabenformate & Blocks:
    • Hints Blocks – Schrittweise Hilfestellungen zur Förderung des Lernprozesses
    • Parsons Blocks – Für das Anordnen von Code-Snippets
    • JS String Blocks – Neue Möglichkeiten zur dynamischen Texterstellung
    • if/else/foreach Blocks – Bedingte und iterative Logik direkt in Aufgaben
    • Reveal Blocks – Inhalte sichtbar machen, wenn Bedingungen erfüllt sind
  • Verbesserte Rückmeldungen bei Variablenfehlern
    Fehlermeldungen bei ungültigen oder fehlenden Variablen sind jetzt präziser und verständlicher.

Darüber wurde STACK nun mit Spanisch erweitert – ideal für internationale Kurse. 

Für die kommenden Monate haben wir bereits auch einiges geplant:

Denn SURLABS lädt ein zum ersten STACK-STEM-AI-Event in Andalusien – ein kompaktes, praxisnahes 2‑Tages-Event mit Fokus auf STACK, STEM und AI im E-Learning.

📍 Ort: Dos Hermanas (Sevilla, Spanien)
 📅 Termin: 29. und 30. Januar 2026
 🗣️ Sprache: Englisch

Was euch erwartet:

Tag 1 widmet sich dem Verständnis des aktuellen Stands der MINT-Bildung im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. In verschiedenen Sitzungen werden Erfolgsgeschichten, institutionelle Strategien und regionale Perspektiven vorgestellt und diskutiert. 

Tag 2 steht im Zeichen der gemeinsamen Entwicklung und Diskussion praktischer Ideen, wie STACK zur Bewältigung der neuen Herausforderungen im MINT-Lernen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz beitragen kann. In interaktiven Gesprächsrunden werden Ansätze für KI-gestützte MINT-Bewertungen und Lehrpraktiken erarbeitet, bevor Erkenntnisse in einer abschließenden Diskussion zusammengeführt und Perspektiven für die weitere Zusammenarbeit aufgezeigt werden.

🌇 Abendprogramm in Sevilla mit Tapas & Networking

Für wen?
Didaktiker:innen, Entwickler:innen, Admins und alle, die STACK in ILIAS nutzen oder weiterentwickeln möchten.

Die Anmeldungsfrist endet am 15. Dezember 2025. Die Kosten für das Event belaufen sich auf 225 EUR + MwSt. 

Weitere Informationen zur Organisation und zur genauen Agenda finden Sie hier.

Informationen zu SURLABS:

SURLABS ist ein junges Softwarestudio (Gründung 2023) aus Dos Hermanas, das sich auf Open‑Source‑Lösungen für E‑Learning und STEM spezialisiert. Als offizieller ILIAS‑Service‑Provider und Entwickler des weltweit genutzten STACK‑Plugins verbinden sie maßgeschneiderte Software mit innovativen KI‑Integrationen (z. B. AIChat). Mit einem jungen, passionierten Team aus Sevilla richtet sich Surlabs an Bildungseinrichtungen und Unternehmen in Europa –und setzt auf offene, nachhaltige Lösungen im Bildungsbereich.

Wir laden Sie herzlich ein, Feedback zu geben, Bugs zu melden oder sich aktiv an der Weiterentwicklung zu beteiligen.

Zum Autor:

Jesús Copado ist CEO bei SURLABS. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni Erlangen. Er entwickelt und verwendet STACK für ILIAS seit Anfang 2013.


Rückblick: Online-Thementag: STACK für Einsteiger:innen

Am 24. September 2025 fand der Online-Thementag STACK für Einsteiger:innen statt, eine gemeinsame Veranstaltung des Instituts für die Entwicklung und Erforschung von Studium und Lehre (IESSL) der OTH Amberg-Weiden und des Hochschulforums Digitalisierung (HFD). Ziel des Thementags war es, Lehrenden und anderen Interessierten den Einstieg in die Arbeit mit STACK zu erleichtern und praxisnahe Einblicke in Einsatzmöglichkeiten in der Hochschullehre zu ermöglichen.

Nach der Begrüßung durch die Veranstaltenden eröffnete eine Reihe von Demosessions das Programm. Hochschullehrende und Entwickelnde aus verschiedenen Disziplinen – neben der Mathematik auch Elektrotechnik, Strömungsmechanik, Technische Mechanik, Informatik und Statistik – präsentierten konkrete STACK-Aufgaben und berichteten von Ihren Erfahrungen in der Lehre. Daneben boten die Sessions auch Raum für fachlichen Austausch: Die Teilnehmenden nutzten rege die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Erfahrungen zu diskutieren.

Am Nachmittag stellte Frau Kaiser die Vernetzungsmöglichkeiten auf der Vernetzungsplattform STACK Connect vorsowie den STACK-Newsletter als Informations- und Austauschangebot für die wachsende deutschsprachige Community. Daran anschließend präsentierte Prof. Dr. Mike Altieri das Deutsche Zentrum für digitale Aufgaben (DZdA), das den Aufbau einer nachhaltigen, bundesweiten Infrastruktur für digitale Übungs- und Prüfungsaufgaben für WiMINT-Fächer anstrebt. 

In der anschließenden, von Herrn Reckzeh-Stein moderierten Podiumsdiskussion stand die Frage im Mittelpunkt, ob digitale Aufgaben in der Hochschullehre lediglich eine technologische Spielerei oder vielmehr ein substantieller didaktischer Mehrwert seien. Die Diskutierenden kamen überein, dass der Mehrwert digitaler Formate maßgeblich von einem didaktisch sinnvollen und kontextangemessenen Einsatz abhängt – nur so könne das Potenzial digitaler Prüfungs- und Lernwerkzeuge voll ausgeschöpft werden.

Zum Abschluss des Thementags bot ein praxisorientierter Workshop für Einsteiger:innen die Möglichkeit, erste eigene STACK-Aufgaben zu erstellen. In 90 Minuten erhielten die Teilnehmenden eine kompakte Einführung in die Grundlagen des Systems und konnten die erlernten Prinzipien unmittelbar erproben – ein Angebot, das viele als motivierenden Impuls für die Weiterentwicklung der eigenen Lehrpraxis wahrnahmen.

Mit rund 70 Teilnehmenden zeigte der Online-Thementag eindrucksvoll, wie vielfältig und anwendungsnah digitale Aufgaben mit STACK in der Hochschullehre eingesetzt werden können. Die Demosessions veranschaulichten das breite fachliche Spektrum, die Diskussion regte zum kritischen Nachdenken über Chancen und Herausforderungen digitaler Aufgaben an, und der Workshop bot einen niederschwelligen, praxisnahen Einstieg in die Entwicklung von STACK-Aufgaben.

Rückblick erstellt von Aviva Kaiser:

Im Oktober 2022 schloss Aviva Kaiser erfolgreich ihr Referendariat für Gymnasien und Gesamtschulen mit dem 2. Staatsexamen ab. Im Juni 2023 übernahm sie die Verantwortung für eine STACK-Vernetzungs- und Informationsstelle im Rahmen des Projekts STACK Net an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden. Hier kam sie erstmals mit STACK in Kontakt und sieht großes Potenzial im Nutzen digitaler Aufgaben für die WiMINT-Lehre. Ihr vorrangiges Ziel ist es, im Rahmen des Projekts, die deutschsprachige STACK-Community enger zu verknüpfen und zu erweitern. Dies beinhaltet die regelmäßige Veröffentlichung eines Newsletters sowie die Entwicklung einer Website zur Förderung der Community-Verbindung (Vernetzungshomepage).


Rückblick: STACK Talk am frühen Abend

Der dritte STACK Talk am frühen Abend brachte rund 30 Teilnehmende aus der deutschsprachigen Community zusammen. Genau wie die ersten beiden Termine bot er vertiefte Einblicke in zwei Beiträge aus vorangegangenen Newslettern, verbunden mit der Möglichkeit mit der Möglichkeit für Rückfragen und Diskussion.

Beitrag 1: STACK für summative Prüfungen – Chancen und Risiken

Markus Orthaber & Thomas Antretter, Montanuniversität Leoben
Vorgestellt wurde ein seit 2021 genutzter STACK-basierter Prüfungsansatz in der Mechanik: Studierende rechnen auf Papier und geben ihre Ergebnisse in STACK ein, wo diese automatisiert bewertet werden. Eine klassische Papierprüfung dient für den Fall, dass das digitale Prüfungssystem ausfällt, als Backup. Vorteile des Konzepts sind der geringere Korrekturaufwand und ein effizienter Prüfungsablauf; Herausforderungen entstehen beispielsweise durch fehleranfällige Syntaxeingaben und den Aufwand für die Erstellung der Fragen. Ein besonderer Fokus galt der Berücksichtigung von Folgefehlern, was durch zusätzliche Knoten im Potential Response Tree realisiert wird. Gegenstand der Diskussion waren u. a. die didaktische Vergleichbarkeit mit klassischen Prüfungen sowie Maßnahmen gegen KI-Nutzung. Der Ansatz wurde insgesamt als zuverlässig und papierprüfungsäquivalent eingeschätzt.

Den Beitrag können Sie in STACK Newsletter 5 (09/24) nachlesen.

Beitrag 2: STACK in neuen Kontexten – Brückenschlag zwischen Mathematik und sozio-ökonomischer Bildung

Armin Varmaz & Katharina Riebe, Hochschule Bremen
Die Referent:innen zeigten, wie STACK seit 2019 in großen Kohorten sozio-ökonomischer Studiengänge eingesetzt wird – in Übungen, Self-Assessments und (Abschluss-)Prüfungen innerhalb von ILIAS. Im Fokus standen automatisierte, transparente Bewertungen, unmittelbares Feedback für Studierende und eine kompetenzorientierte Aufgabengestaltung entlang von Blooms Taxonomie. Ein klar strukturiertes Blended-Learning-Design mit Online-Modulen und E-Assessments sorgt für eine frühzeitige Vertrautheit mit Plattform und STACK-Syntax und senkt zugleich den Korrektur- und Betreuungsaufwand.

Demonstriert wurden kompetenzorientierte Aufgaben aus Rechnungswesen, Ökonometrie und Corporate Finance. Sie reichten von regelbasierten Buchungssätzen über Wahrscheinlichkeitsrechnungen bis hin zu realistischen Finanzierungsszenarien. Dabei wurde deutlich, dass STACK komplexe Berechnungen, verschiedene Eingabeformate und praxisnahe Szenarien zuverlässig abbilden kann und so skalierbare Lehre mit konsistenten Prüfungsformaten ermöglicht.

In der Diskussion rückte besonders die perspektivische Verbindung von STACK mit KI-gestützten Werkzeugen in den Mittelpunkt.

Den Beitrag können Sie in STACK Newsletter 5 (09/24) nachlesen. 

Fazit

Auch dieser STACK Talk zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig STACK in unterschiedlichen Lehr- und Prüfungsszenarien eingesetzt werden kann. Ein herzlicher Dank gilt den Referierenden sowie allen Teilnehmenden für den konstruktiven Austausch.

Rückblick erstellt von Aviva Kaiser:

Im Oktober 2022 schloss Aviva Kaiser erfolgreich ihr Referendariat für Gymnasien und Gesamtschulen mit dem 2. Staatsexamen ab. Im Juni 2023 übernahm sie die Verantwortung für eine STACK-Vernetzungs- und Informationsstelle im Rahmen des Projekts STACK Net an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden. Hier kam sie erstmals mit STACK in Kontakt und sieht großes Potenzial im Nutzen digitaler Aufgaben für die WiMINT-Lehre. Ihr vorrangiges Ziel ist es, im Rahmen des Projekts, die deutschsprachige STACK-Community enger zu verknüpfen und zu erweitern. Dies beinhaltet die regelmäßige Veröffentlichung eines Newsletters sowie die Entwicklung einer Website zur Förderung der Community-Verbindung (Vernetzungshomepage).


Literaturvorstellung: From single to multiple assessments in a foundational mathematics course for engineering students: what do we gain?

Yusuf Feyisara Zakariya (Ahmadu Bello University, Zaria, Nigeria, and University of Agder, Kristiansand, Norway,), Morten Tellenes Berg (Tangen Videregående Skole, Agder fylkeskommune, Norway), Thomas Gjesteland (University of Agder, Grimstad, Norway), Ramatu Ematum Umahaba (Ahmadu Bello University, Zaria, Nigeria) & Mukhtar Oluwafemi Abanikannda (Technology and Mathematics Education, Osun State University, Osogbo, Nigeria). In Frontiers in Education (2025).

Der Artikel „From single to multiple assessments in a foundational mathematics course for engineering students: what do we gain?“ untersucht die Auswirkungen einer grundlegenden Prüfungsreform in einem einführenden Mathematikkurs für Ingenieurstudierende an einer norwegischen Universität. Statt einer einzigen, hochschwelligen Abschlussprüfung wurden vier STACK-basierte Tests – jeweils mit mehrfachen Versuchen – sowie ein Projektbericht eingeführt.

Die Studie basiert auf leitfadengestützten Interviews mit sechs Studierenden und untersucht deren Wahrnehmungen bezüglich Lernverhalten, Motivation und generellen Erfahrungen mit den digitalen Tests. Dabei rückten sowohl die wahrgenommenen Vorteile der neuen Prüfungsform als auch mögliche Herausforderungen bei der Nutzung von STACK in den Fokus. Die Auswertung der Interviews zeigt vier zentrale Themen, die wichtige Aspekte des veränderten Prüfungsformats deutlich machen.

Ein erster Schwerpunkt betrifft die Förderung kontinuierlichen Lernens. Die Studierenden berichteten, dass die regelmäßigen Tests sie zu einer gleichmäßigeren Beschäftigung mit dem Stoff anregten. Statt kurz vor einer Abschlussprüfung zu lernen, etablierten sich feste Lernrhythmen. Die Möglichkeit, Tests zu wiederholen, wurde als entlastend empfunden.

Des Weiteren zeigt sich die Stärkung kooperativer Lernprozesse als wichtiger Aspekt. Die Prüfungsstruktur führte dazu, dass Studierende häufiger gemeinsam arbeiteten, Aufgaben diskutierten und sich Lösungswege erklärten. Diese gemeinsamen Lernphasen wurden als motivierend und unterstützend erlebt. 

Darüber hinaus zeigte sich eine deutliche Reduktion von Prüfungsangst. Kleinere, über das Semester verteilte Tests wurden als deutlich weniger belastend wahrgenommen. Wiederholungsmöglichkeiten boten Sicherheit und verringerten den Druck, bei einem einzelnen Termin performen zu müssen. Die direkte Rückmeldung in STACK erleichterte zudem die Einschätzung des Lernstands.

Der vierte Schwerpunkt betrifft die Wahrnehmung von STACK. Die Plattform wurde überwiegend positiv bewertet – insbesondere das unmittelbare Feedback. Kleinere Syntax- oder Vorzeichenfehler führten jedoch gelegentlich zu Unannehmlichkeiten. Insgesamt wurde STACK dennoch als hilfreiche Unterstützung wahrgenommen.

Der Artikel verdeutlicht, dass die Kombination aus mehreren niedrigschwelligen Tests und dem Einsatz von STACK als digitalem Prüfungswerkzeug ein unterstützendes Lernumfeld schaffen kann. Während kleinere Herausforderungen im Umgang mit STACK bestehen, überwiegen aus Sicht der Studierenden die Vorteile deutlich. Damit liefert die Studie wichtige Impulse für die Weiterentwicklung digital gestützter Prüfungsformate in mathematischen Grundlagenfächern und verdeutlicht deren Potenzial, Lernprozesse nachhaltig zu unterstützen.

Link zum Beitrag: www.frontiersin.org/journals/education/articles/10.3389/feduc.2025.1544647/full

Zusammenfassung erstellt von Laura Haustein:

Im Juli 2022 schloss Laura Haustein ihr Abitur in Leverkusen erfolgreich ab. Seit März 2024 studiert sie im Bachelorstudiengang Angewandte Wirtschaftspsychologie an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden. Im April 2024 trat sie dem STACK Net-Projekt als studentische Hilfskraft bei. Diese Tätigkeit ermöglichte es ihr, erstmals intensiv mit STACK in Berührung zu kommen. Sie ist besonders fasziniert von den vielfältigen Möglichkeiten, digitale Aufgaben gezielt zur Unterstützung des Lernprozesses einzusetzen und kontinuierlich zu verbessern. Ihr Ziel ist es, aktiv an der Weiterentwicklung des Projekts mitzuwirken, um das Potenzial von STACK in Bildungseinrichtungen weiter auszuschöpfen und den Einsatz digitaler Lerntechnologien nachhaltig zu fördern.


Ausblick

In der nächsten Ausgabe unseres STACK Newsletters wird sich unter anderem das Aufgaben Center aus dem Deutschen Zentrum für digitale Aufgaben (DZdA) vorstellen. Zudem dürfen Sie sich erneut auf einen spannenden Beitrag aus der internationalen Community im Rahmen unserer Literaturvorstellung freuen. Die nächste Ausgabe erscheint im März 2026.


Ankündigungen

Im kommenden Abschnitt präsentieren wir Ihnen Veranstaltungen, in denen Digitalisierung, digitale Aufgaben und STACK Themen sind oder sein können.

 

INTED 2026 – International Education Conference 

Termin: 02.03. – 04.03.2026

Ort: Valencia, Spanien

Einsendeschluss für Beiträge: 20.11.2025

Link: https://iated.org/inted/

 

24 hours of JSXGraph 2026  

Termin: 04.03. – 05.03.2026 

Ort: Universität Bayreuth 

Link: https://jsxgraph.org/24hours2026/ 

 

Didacta 2026 

Termin: 10.03. – 14.03.2026 

Ort: Köln 

Link: https://www.didacta-koeln.de/  

Link Anmeldung: https://service.didacta-koeln.de/fairapplication/login  

 

Learntec 2026

Termin: 05.05. – 07.05.2026

Ort: Messe Karlsruhe 

Link: https://www.kongress.de/veranstaltung/learntec-87904119

 

NØRD 2026 – Digital Convention 

Termin: 27.05. – 28.05.2026 

Ort: HanseMesse Rostock 

Link: https://www.digitalesmv.de/noerd  

 

STACK Conference  

Termin: 27.05. – 29.05.2026 

Ort: Universität Triest, Italien 

Link: https://stack-assessment.org/Conference/?utm_source=chatgpt.com  

 

The e-Assessment International Conference and Awards 2026  

Termin: 08.06. – 10.06.2026 

Ort: Leonardo Royal London St Paul's, London, United Kingdom 

Link: https://info.e-assessment.com/e-assessment-international-conference-and-awards-hold-the-date 

 

International Meeting of the STACK Community 2026

Termin: 13.07. – 17.07.2026

Ort: Nairobi, Kenia

Link: https://events.idems.international/event/2/

Link Anmeldung: https://events.idems.international/event/2/registrations/2/


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Veröffentlicht im Dezember 2025