Liebe STACK-Community und STACK-Interessierte,
zum Beginn des Sommersemesters möchten wir Ihnen mit unserem nächsten STACK-Newsletter wieder einen kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen, Praxisbeispiele und Perspektiven aus der Community geben.
Den Auftakt macht ein Praxisbericht zu STACK-Tests in Moodle, die Studierende gezielt auf Präsenzübungen vorbereiten und kontinuierliches Arbeiten während des Semesters unterstützen.
Anschließend stellen wir den Start des Transfer Centers im Deutschen Zentrum für digitale Aufgaben (DZdA) vor, das eine zentrale Anlaufstelle für die Aufnahme digitaler Aufgaben in das DZdA und der damit verbundenen mehrsprachigen Gestaltung, Taxonomisierung und langfristigen Wartung schaffen soll.
Ein weiterer Beitrag zeigt mit dem Format Mathe-POW (Problem of the Week), wie wöchentliche STACK-Challenges in der Ingenieurmathematik das regelmäßige Üben und den Lernfortschritt im Semester fördern können.
Darüber hinaus blicken wir auf die Veranstaltung 24 hours of JSXGraph zurück, stellen aktuelle Forschung zu Studierendenperspektiven auf STACK vor und geben einen Ausblick auf die Zukunft von STACK Net nach dem Ende der aktuellen Förderphase.
Wir hoffen, dass dieser Newsletter Ihnen konkrete Impulse für die Arbeit mit STACK bietet, und wünschen Ihnen einen erfolgreichen und inspirierenden Start ins Sommersemester.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen und inspirierenden Start in das Sommersemester 2026.
Herzliche Grüße
Ihr STACK Net-Team
Übersicht der Beiträge
Stack in der lehre und best-practice: stack-tests in moodle als vorbereitung für die präsenzübung
tor zur unendlichkeit: das Transfer center im dzda
stack in der lehre: mathe-pow-wöchentliche stack-challenge für ingenieurstudierende
verantstaltungsrückblick: 24 hours of jsxgraph 2026
STACK in der Lehre und Best-Practice: STACK-Tests in Moodle als Vorbereitung für die Präsenzübung

Verfasst von Liz Ribe, Sandra Dietzel und Karolin Freund; Ernst-Abbe-Hochschule Jena
In der Mathematik-Grundlagenausbildung vom betriebswirtschaftlichen Studiengang Business Administration an der EAH Jena werden wöchentliche Tests mit STACK-Aufgaben in Moodle zur Verfügung gestellt. Die Studierenden erhalten dank der Randomisierung individualisierte Aufgaben, die sie mit kleinem Punktabzug wiederholt versuchen können zu lösen, und können mit den STACK-Tests geringfügige Bonuspunkte für die Abschlussprüfung erarbeiten.
Die STACK-Tests greifen den aktuellen Vorlesungsstoff auf einem einfachen Niveau auf und müssen vor der jeweils dazugehörigen Präsenzübung abgeschlossen werden. Somit werden Studierende dazu motiviert, sich während des Semesters kontinuierlich mit dem Lernstoff auseinanderzusetzen und wöchentlich auf das selbstständige Lösen von schwierig(er)en Aufgaben in den Präsenzübungen aktiv vorzubereiten.

Seit Einführung der freiwilligen STACK-Tests vor 3 Jahren haben stets über die Hälfte der eingeschriebenen Studierenden eine Vielzahl der angebotenen Tests in Anspruch genommen (an der Abschlussprüfung nahmen vergleichsweise weniger als 65% der Studierenden teil) und die Tests werden in den Lehrevaluationen regelmäßig positiv erwähnt.
Dieses Lehr-/Lernszenario wurde im Rahmen des Projekts INSPIRE (INStitutionelle Verankerung und Praktische Umsetzung dIgital beReicherter LEhre) als Best Practice Beispiel sowohl auf der EAH-Website hochschulweit als auch auf der Thüringer Good Practice Platform hochschulübergreifend veröffentlicht. Bei der Aufbereitung des Best Practice Beispiels wurde darauf geachtet, die Umsetzung in Moodle und die Anwendung in Form eines Selbsttests möglichst nachvollziehbar und anschaulich zu beschreiben. Ziel des Best Practice Beispiels ist es, die Vorteile von STACK aufzuzeigen, damit mehr Lehrende aus Fachgebieten, in denen mathematische Kompetenzen gefordert werden, STACK einsetzen. Es werden sowohl die Lernziele und didaktischen Herausforderungen als auch der Arbeitsaufwand beschrieben. Somit können interessierte Lehrende Anregungen zum Nachahmen gewinnen und bei Bedarf direkten Kontakt mit der Erfahrungsträgerin aufnehmen.
Als die STACK-Tests eingeführt wurden, wurden die Aufgaben bewusst so konzipiert, dass sie trotz einfachen Niveaus nur schwierig durch gängige Suchmaschinen gelöst werden konnten. Der rasche Fortschritt von KI der letzten Jahre hat die Lösung mittels Suchmaschinen allerdings größtenteils vereinfacht.
Eigenen Beobachtungen zufolge lösen wenige Studierende die Aufgaben ausschließlich mit KI-Werkzeugen, viele Studierende die Aufgabe mit KI-Werkzeugen als Hilfe und Kontrolle und wenige Studierende die Aufgaben ohne jeglichen Einsatz von KI-Werkzeugen. Diese Tendenz muss bei dem aktuellen Lehr-/Lernszenario umfassender untersucht werden, um entsprechend darauf reagieren zu können und den Mehrwert in der Lehre aufrecht erhalten zu können.
Link zum INSPIRE Best Practice Beispiel: https://www.eah-jena.de/inspire/best-practice-beispiele/stack-in-moodle-fuer-individualisierte-uebungsserien-in-der-mathematik
Link zum Thüringer Good Practice Beispiel: https://www.eteach-thueringen.de/gpp/lehrkonzept/stack-in-moodle-fuer-individualisierte-uebungsserien-in-der-mathematik/
Zur Autorin:

Liz Ribe ist Professorin für Mathematik im Fachbereich Grundlagenwissenschaften an der EAH Jena und unterrichtet angehende Ingenieure und Betriebswirte. Sie hat sich im Wintersemester 2023/2024 erstmalig in STACK für Moodle eingearbeitet und mithilfe einer studentischen Assistentin STACK-Aufgaben für jede Woche des Semesters der Lehrveranstaltung „Mathematik für Business Administration“ entworfen. Mit den STACK-Aufgaben möchte sie die aktive Teilnahme und Mitgestaltung der Studierenden am sonst oft unbeliebten Grundlagenfach Mathematik fördern. Bisher verwendet sie nur die Basisfunktionen von STACK und wünscht sich, eines Tages mehr Hinweise und Feedback in die Aufgaben einzubeziehen.
Tor zur Unendlichkeit: Das Transfer Center im DZdA
Das Deutsche Zentrum für digitale Aufgaben (DZdA) unter der Gesamtleitung von Prof. Dr. Mike Altieri (OTH Amberg-Weiden) hat die Vision, digitale Aufgaben hoher Qualität den Dozierenden langfristig und unkompliziert zur Verfügung zu stellen.
Dabei werden nicht nur neue Aufgaben erstellt, sondern es werden auch bestehende Aufgaben verschiedener Projekte und Aufgabenersteller integriert. Denn es wurden bereits unzählige hochwertige STACK-Aufgaben entwickelt und teilweise über verschiedene Kanäle den Kolleginnen und Kollegen prinzipiell verfügbar gemacht. Mit dem DZdA wird der Community ein einheitlicher Zugang zu Aufgaben hoher Qualität, einfacher Handhabung und Integration in bestehende Lernmanagementsysteme zur Verfügung gestellt werden. Für die Autoren der bestehenden Aufgaben hat die Einspeisung der Aufgaben in das DZdA den Vorteil, dass ihre Aufgaben langfristig verfügbar gemacht und für künftige Moodle- und STACK-Versionen weiterhin gewartet und gepflegt werden.
Die Einspeisung in das DZdA-Repository erfolgt über das DZdA Transfer Center. Hier werden Aufgaben auf Englisch übersetzt und bezüglich einer didaktisch fundierten Taxonomie eingeordnet und verschlagwortet, so dass künftig Dozierende zielgerecht passende Aufgaben für ihre Veranstaltungen und Projekte finden. Dabei werden natürlich lizenzrechtliche Belange der ursprünglichen Autoren berücksichtigt.
Das Transfer Center unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Bletz-Siebert und unter der Mitarbeit von Dr. Raphael Müller hat im Januar 2026 die Arbeit offiziell aufgenommen. Über das Transfer Center wird Kontakt aufgenommen zu aktuellen und abgeschlossenen Projekten sowie weiteren Personen, die Aufgaben der Community langfristig zur Verfügung stellen möchten.
Noch 2026 wird die Einspeisung mit verschiedenen Varianten getestet, für die daran anschließende Pilotphase suchen wir nach Interessierten, die bereits Aufgaben für das DZdA gerne zur Verfügung stellen möchten. Nach der Pilotphase wird der Einspeisungsprozess für Aufgaben in der Breite verfügbar gemacht.
Gerne können Interessierte bereits jetzt schon mit Oliver Bletz-Siebert und dem Transfer Center unter
transfercenter@dzda.info
Kontakt aufnehmen, insbesondere für die Unterstützung in der Pilotphase.
Zu den Autoren:

Prof. Dr. Oliver Bletz-Siebert ist Professor für Mathematik an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt. Als Dozent und Studiengangsleiter im Studiengang Angewandte Mathematik und als Dozent in Ingenieurstudiengängen ist er interessiert an hochwertigen und didaktisch fundierten digitalen Aufgaben.
STACK in der Lehre: Mathe-POW ‒ Wöchentliche STACK-Challenge für Ingenieurstudierende

Erstellt von Darius Mottaghy, Fachhochschule Aachen, Kontakt: mottaghy@fh-aachen.de
In meinen Mathematikveranstaltungen 1 bis 3 bieten wir ein wöchentliches „Problem Of The Week“ (POW) an: jede Woche können die Studierenden zwei STACK-Aufgaben bearbeiten, welche die Inhalte der jeweiligen Woche gezielt vertiefen. Durch Randomisierung entstehen individuelle Varianten, und gleichzeitig lassen sich die Aufgaben flexibel anpassen – je nachdem, welche Schwerpunkte in der Lehrveranstaltung gesetzt werden.
Das POW hat folgenden Aufbau:
- Wöchentliches Format: ein kurzer Test mit zwei STACK-Aufgaben (Mathe 1–3).
- Einstieg mit Bearbeitungshinweisen: Zu Beginn gibt es kompakte allgemeine Hinweise, v. a. zur relevanten STACK-/CAS-Syntax (um typische Eingabeprobleme zu vermeiden).
- Randomisierung & Anpassbarkeit: Parameter und Varianten werden systematisch genutzt, sodass Üben „mit Verständnis“ statt reinen Abschreibens gefördert wird – und Lehrenden der Themenwechsel einfach gemacht wird.
- Lösungsvorschläge im Nachgang: Nach Abschluss des wöchentlichen POW werden Lösungsvorschläge für ausgewählte Varianten veröffentlicht (als Orientierung und zur Nachbereitung).
- Anreizsystem: Ab einer definierten Mindestpunktzahl über das Semester gibt es Bonuspunkte, die bei bestandener Klausur angerechnet werden.
Das POW ist als kontinuierliches, formatives Übungsformat angelegt: regelmäßige kurze Wiederholungseinheiten fördern Dranbleiben, Abruftraining und Fehlerdiagnose. STACK unterstützt dabei besonders durch unmittelbares, objektives Feedback, das nicht nur „richtig/falsch“ abprüft, sondern gezielt an typischen Fehlermustern ansetzen kann. Die Randomisierung stärkt zusätzlich die Eigenständigkeit und macht das Üben fairer, weil alle dieselbe Kompetenz trainieren – aber mit Aufgabenvarianten.
Das Feedback der Studierenden ist positiv: Besonders geschätzt werden die Planbarkeit (jede Woche ein überschaubarer Impuls), das schnelle Feedback sowie die Möglichkeit, Inhalte direkt passend zur Vorlesung zu üben. So entsteht zusätzlich zur klassischen Übung ein Mehrwert durch:
- schnellere Rückmeldung und gezieltere Selbstkorrektur,
- mehr Varianten bei gleicher Aufgabenidee (besseres Training statt Wiederholen derselben Lösung),
- niedrigere Einstiegshürden durch Syntax-Hinweise,
- Motivation durch Bonuspunkte als „Belohnung fürs Dranbleiben“.
Zum Autor:
Darius Mottaghy ist Physiker und seit 2015 Professor an der Fachhochschule Aachen am Fachbereich Energietechnik. Er lehrt Mathematik und Physik im Bachelorstudiengang Maschinenbau, sowie Geothermische Energiesysteme in den Masterstudiengängen Energy Systems und Energiewirtschaft und Informatik.
Seit seiner Beteiligung am interdisziplinären Projekt „ALepa.nrw“ (sechs kooperierende Hochschulen, Förderlinie „OERContent.nrw“, Laufzeit 2022-2024) nutzt er STACK in ILIAS in seinen Veranstaltungen.
Veranstaltungsrückblick: 24 hours of JSXGraph 2026
Am 4. und 5. März 2026 fand an der Universität Bayreuth zum zweiten Mal das Präsenztreffen „24 hours of JSXGraph“ statt. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg.
Der Zeitraum von Mittag bis Mittag ist bewusst gewählt: Teilnehmende aus dem deutschsprachigen Raum können so mit maximal zwei Übernachtungen anreisen. Entsprechend bestand der Teilnehmerkreis in diesem Jahr aus 19 JSXGraph-Enthusiasten aus dem deutschsprachigen Raum, sodass Deutsch als Konferenzsprache verwendet wurde.
Am Donnerstagnachmittag fand nach der Veranstaltung das erste Präsenztreffen der SASIM-Gruppe (STACK-Aufgabensammlung für Ingenieurmathematik) statt.
Die „24 hours of JSXGraph“ begannen mit einer Reihe kurzer Impulsvorträge:
• Carsten Miller: JSXGraph in Quarto
• Wigand Rathmann: Optimierungsaufgaben mit Nebenbedingungen
• Frauke Sprengel: Graph theory exercises with Moodle STACK and JSXGraph
• Alfred Wassermann: Neuigkeiten zu JSXGraph
Im letzten Vortrag wurden neben einem Ausblick auf neue Entwicklungen in der kommenden JSXGraph-Version 1.13 auch die Gestaltungsmöglichkeiten von 3D-Visualisierungen kurz vorgestellt.
Im Anschluss arbeiteten die Teilnehmenden in kleineren Gruppen an verschiedenen Projekten. Besonders intensiv wurden dabei folgende Themen bearbeitet:
• STACK-Aufgaben zu 3D-Transformationen
• Optimierungsaufgaben mit Nebenbedingungen
• STACK-Bindings
• das wissenschaftliche Publikationssystem Quarto
Quarto ist ein modernes Open-Source-System zur Erstellung wissenschaftlicher und technischer Publikationen aus Markdown-Dokumenten. Mit der brandneuen JSXGraph-Extension für Quarto können interaktive mathematische Visualisierungen direkt in solche Dokumente eingebettet werden.
Das gemeinsame Abendessen bot eine gute Gelegenheit für informelle Gespräche und neue Ideen. Dabei wurden insbesondere die Angebote des neuen „Deutschen Zentrums für digitale Aufgaben in der Hochschullehre (DZdA)“ intensiv diskutiert.
Bereits jetzt steht fest, dass die Veranstaltung auch im kommenden Jahr wieder stattfinden soll. Präsenztreffen dieser Art bieten eine besonders wertvolle Möglichkeit, Diskussionen anzustoßen und die JSXGraph-Community zu stärken.
Gleichzeitig bleibt auch die jährliche JSXGraph-Online-Konferenz, die wieder im Oktober stattfinden wird, ein wichtiger Bestandteil der Community. Viele Anwenderinnen und Anwender haben nicht die Möglichkeit, für eine Konferenz nach Deutschland zu reisen. Digitale Formate spielen daher weiterhin eine zentrale Rolle, um eine breite Teilnahme an der JSXGraph-Community zu ermöglichen.
Zu den Autoren
Dr. Carsten Miller ist Dozent am Lehrstuhl für Mathematik und ihre Didaktik an der Universität Bayreuth. Seine Forschungsinteressen umfassen die Entwicklung von interaktiver Mathematiksoftware (sketchometry, JSXGraph) sowie darauf aufbauende Lehr- und Bewertungskonzepte. Er ist Geschäftsführer der Forschungsstelle für mobiles Lernen mit digitalen Medien (Center for Mobile Learning with Digital Technology). Der Einsatz von STACK erfolgt hauptsächlich in Lehrveranstaltungen für Lehramtsstudierende, die den Umgang mit Learning Management Systemen und die Kursgestaltung von E-Assessment-Kursen erlernen sollen.
Homepage: https://www.carsten-miller.de
Prof. Dr. Alfred Wassermann ist an der Universität Bayreuth tätig und arbeitet am Lehrstuhl für Mathematik und ihre Didaktik sowie an der Forschungsstelle für mobiles Lernen mit digitalen Medien.
Er verfügt über eine langjährige Erfahrung im Bereich E-Learning und mathematischer Visualisierung im Web. Seit 2007 leitet er die Entwicklung und Pflege von JSXGraph, einer Open-Source-Bibliothek zur mathematischen Visualisierung.
Homepage: https://www.dmi.uni-bayreuth.de/de/team/wassermann/
Literaturvorstellung: Assessing student perspectives on STACK implementation in university mathematics courses
Elisabetta Chelleri, Daniel Doz, Zevick Otieno Juma, Motognon Wastalas d’Assise Dogbalou and Danilo Lewański. In International Journal of Mathematical Education in Science and Technology (2025).
Der Artikel ,,Assessing student perspectives on STACK implementation in university mathematics courses‘‘ analysiert die Einführung von STACK in mathematikbezogenen Lehrveranstaltungen an der Universität Triest (Norditalien) und untersucht, wie Studierende das digitale Assessment im Hinblick auf Lernprozesse und Prüfungserfahrungen wahrnehmen.
Die Studie basiert auf einer Befragung von 161 Studierenden der Studiengänge Biotechnologie und Bauingenieurwesen. STACK wurde in diesen Kursen sowohl für Übungsphasen als auch für bewertete Leistungsnachweise eingesetzt und war fest in die Lehrveranstaltungen integriert. Der eingesetzte Fragebogen kombinierte geschlossene Likert-Skalen mit offenen Antwortformaten, sodass sowohl statistisch auswertbare Einschätzungen als auch differenzierte individuelle Rückmeldungen berücksichtigt wurden.
Die Ergebnisse zeigen insgesamt eine überwiegend positive Haltung gegenüber STACK. Besonders hervorgehoben wird das unmittelbare automatisierte Feedback, das eine direkte Überprüfung der Lösungen, das schnelle Erkennen von Fehlern und eigenständige Korrekturen ermöglicht. Dadurch wird ein wiederholtes, schrittweises Arbeiten an Aufgaben unterstützt, was von vielen Studierenden als hilfreich für das Verständnis mathematischer Inhalte beschrieben wird.
Auch die Möglichkeit, Übungen mehrfach zu bearbeiten, wird als lernförderlich wahrgenommen, da sie eine kontinuierliche Beschäftigung mit dem Stoff sowie eine gezielte Prüfungsvorbereitung begünstigt. Die automatische Bewertung wird zudem als transparent erlebt, weil Rückmeldungen nachvollziehbar und unabhängig von subjektiven Einschätzungen erfolgen. Insgesamt wird STACK daher als unterstützendes Werkzeug für selbstständiges Üben und zur Einschätzung des eigenen Lernstands gesehen.
Herausforderungen ergeben sich vor allem bei der Eingabe mathematischer Ausdrücke, bei formalen Anforderungen der Syntax sowie bei einzelnen Aufgabenformaten, die als technisch oder organisatorisch anspruchsvoll erlebt werden. Die qualitative Auswertung der offenen Antworten zeigt jedoch, dass Kritikpunkte wie wahrgenommene Fehler, Unklarheiten oder repetitive Tätigkeiten überwiegend den konkreten STACK-Materialien und nicht dem System selbst zugeschrieben werden.
Insgesamt macht der Beitrag deutlich, dass STACK von den befragten Studierenden mehrheitlich als hilfreiches Instrument für Übung und Leistungsüberprüfung wahrgenommen wird. Dass sich zudem keine signifikanten Unterschiede in der Nutzung zwischen den Studiengängen zeigen, weist auf eine breite Akzeptanz des Systems über Fachgrenzen hinweg hin. Entscheidend für eine erfolgreiche Implementierung sind jedoch eine sorgfältige didaktische Einbettung, klare Kommunikation der Anforderungen sowie eine gezielte Einführung in die Nutzung des Systems.
Link zum Beitrag: https://doi.org/10.1080/0020739X.2025.2563115
Zusammenfassung erstellt von Laura Haustein:
Im Juli 2022 schloss Laura Haustein ihr Abitur in Leverkusen erfolgreich ab. Seit März 2024 studiert sie im Bachelorstudiengang Angewandte Wirtschaftspsychologie an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden. Im April 2024 trat sie dem STACK Net-Projekt als studentische Hilfskraft bei. Diese Tätigkeit ermöglichte es ihr, erstmals intensiv mit STACK in Berührung zu kommen. Sie ist besonders fasziniert von den vielfältigen Möglichkeiten, digitale Aufgaben gezielt zur Unterstützung des Lernprozesses einzusetzen und kontinuierlich zu verbessern. Ihr Ziel ist es, aktiv an der Weiterentwicklung des Projekts mitzuwirken, um das Potenzial von STACK in Bildungseinrichtungen weiter auszuschöpfen und den Einsatz digitaler Lerntechnologien nachhaltig zu fördern.
STACK Net 2026: Pause mit Perspektive
Liebe Newsletter-Abonnentinnen und -Abonnenten,
am 31.03.2026 endet die Förderung unseres Projekts STACK Net, in dessen Rahmen wir den Newsletter, die STACK Connect-Website sowie den STACK Talk am frühen Abend erfolgreich realisieren durften.
Gemeinsam mit Ihnen ist es gelungen, diese drei Formate mit Leben zu füllen und eine engagierte Community ein Stück weiter zusammenzubringen. Für Ihre Unterstützung, Ihr Interesse und den wertvollen Austausch möchten wir uns sehr herzlich bedanken.
Wie geht es nun weiter?
Bis Mai legen wir eine kurze Pause ein. Anschließend erwarten wir die Entscheidung der Stiftung Innovation in der Hochschullehre über unseren Antrag „STACK Net international“ im Rahmen der neu aufgelegten Förderlinie Fokusförderung Netzwerke. Ziel dieses Vorhabens ist es, die bestehenden Formate weiterzuentwickeln und auch international zu etablieren.
Diese Entscheidung bildet die Grundlage für die nächsten Schritte: entweder für eine ergänzende internationale Ausrichtung oder für eine Integration in das Deutsche Zentrum für digitale Aufgaben (DZdA). In jedem Fall möchten wir die Arbeit für die Community fortführen und Austausch und Vernetzung weiterhin fördern.
Es bleibt also spannend – und wir freuen uns auf das, was kommt.
Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute und weiterhin viel Erfolg bei der Nutzung von STACK-Aufgaben!
Mit den besten Grüßen aus Amberg
Ihr STACK Net-Team (Mike Altieri, Aviva Kaiser, Ronya Fischer, Laura Haustein, Stephan Bach, Blanca Kraus)
Ankündigungen
Im kommenden Abschnitt präsentieren wir Ihnen Veranstaltungen, in denen Digitalisierung, digitale Aufgaben und STACK Themen sind oder sein können.
Learntec 2026
Termin: 05.05. – 07.05.2026
Ort: Messe Karlsruhe
Link: https://www.kongress.de/veranstaltung/learntec-87904119
NØRD 2026 – Digital Convention
Termin: 27.05. – 28.05.2026
Ort: HanseMesse Rostock
Link: https://www.digitalesmv.de/noerd
STACK in Trieste 2026
Termin: 27.-29.05.2026
Ort: Universität Trieste, Italien
Link: https://sites.google.com/view/stacktrieste2026/home
The e-Assessment International Conference and Awards 2026
Termin: 08.06. – 10.06.2026
Ort: Leonardo Royal London St Paul's, London, United Kingdom
Fachdidaktik-Arbeitskreis Mathe/Physik
Termin: 18.06. – 19.06.2026
Ort: BayZiel-Didaktikzentrum in München
Anmeldelink: https://fortbildung.bayziel.de/details/4-diz-termin?xref=163225:fdak-mathematik-physik
The International Meeting of the STACK Community 2026
Termin: 27.-31.07.2026
Ort: Nairobi
Link: https://stack-assessment.org/Events/2026-07-27-Conf-2026/
Link zur Registrierung: https://events.idems.international/event/2/
TURN Conference 2026
Termin: 24.09. – 25.09.2026
Ort: Bauhaus-Universität Weimar
Shortlinks STACK-Newsletter
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herausgeberinformationen
Projektleitung
Projektkoordination
Aviva Kaiser
Kontakt: stack@
oth-aw
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Veröffentlicht im März 2026



